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Infos

Die Hoden

Die Hoden sind die Keimdrüsen des Mannes. Sie sind etwa pflaumengroß, haben eine ovale Form und liegen in einer Hauttasche, dem Hodensack (Skrotum). Unmittelbar auf den Hoden sitzen die Nebenhoden.

Entwicklung der Hoden Die Hoden entstehen an der Rückwand der Bauchhöhle und treten am Ende der Entwicklung des Fetus durch den Leistenkanal in den Hodensack. Durch diesen Vorgang werden die Hoden der Körpertemperatur entzogen. Dies ist wichtig, da die normale Körpertemperatur das Heranreifen der Samen beeinträchtigen würde. Es kann vorkommen, dass die Hoden während der Entwicklung des Fötus in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal verbleiben (Hodenhochstand, Kryptorchismus). Dieses Krankheitsbild muss bis zum Ende des 2. Lebensjahres behandelt werden.

Feinbau der Hoden Jeder Hoden wird von einer derben, festen Hülle aus Bindegewebe umgeben. Innen wird der Hoden, wiederum durch Bindegewebe, in mehr als 200 Teile, sogenannte Hodenläppchen, unterteilt. Jedes dieser Läppchen besteht aus zwei bis vier Hodenkanälchen, in denen die Samenzellbildung stattfindet. Alle Hodenkanälchen zusammengenommen wären etwa 350 m lang.

Zu den Hodenerkrankungen gehören die Hodentorsion, die Hodenentzündung und auch der Hodenkrebs.

Die Nebenhoden

Die Nebenhoden (Epididymis) sind kleine Organe, die auf den Hoden sitzen und als Samenspeicher dienen. Bei den Nebenhoden unterscheidet man

  • Nebenhodenkopf
  • Nebenhodenkörper
  • Nebenhodenschwanz

Die noch nicht reifen Samenzellen gelangen aus den Hoden über ein Netz aus kleinen Kanälchen in die Nebenhoden, wo sie in Nebenhodenkörper und Nebenhodenschwanz zur endgültigen Reifung kommen. Im Ganzen bestehen die Nebenhoden aus verschiedenen kleinen Gängen, die im Nebenhodenschwanz in den Samenleiter übergehen.

Transport und Speicherung Der Transport der Spermien durch die Nebenhoden dauert ungefähr 10 bis 12 Tage, dann werden die Samenzellen im Nebenhoden gespeichert. Um die Nebenhoden vollständig zu leeren, bedarf es mehrerer aufeinanderfolgender Samenergüsse (Ejakulation) im Zeitraum von 24 Stunden. Erfolgt über längere Zeit gar kein Samenerguss, kommt es zum Abbau von Spermien im Nebenhodenschwanz. Die hierbei entstehenden Abbauprodukte werden vom Körper über das Gewebe der Nebenhoden aufgenommen.

Der Hodensack

Der Hodensack (Skrotum) ist eine Hauttasche, in der die Hoden liegen. Die Hoden liegen also außerhalb der Körperhöhle. Der Grund hierfür ist die niedrigere Temperatur, da durch die normale Körpertemperatur (37°C) die Samenproduktion gestört würde. Die Haut des Hodensacks ist fester und stärker pigmentiert, außerdem meist leicht behaart und verfügt über zahlreiche Talg- und Schweißdrüsen.

Temperaturregulation im Hodensack In der Haut des Hodensacks verlaufen zahlreiche glatte Muskelzellen, die die Hautoberfläche glätten oder runzeln und somit die Temperatur regulieren können. So zieht sich der Hodensack bei niedriger Temperatur zusammen und die Hoden werden zum Körper verlagert. Bei hoher Temperatur glätten sich die Muskelzellen des Hodensacks, die Haut dehnt sich aus und die Hoden entfernen sich von der Körperhöhle.

Achtung Leistenbruchgefahr Die Hoden sind mit dem Penis durch die Samenstränge (Samenleiter) verbunden. Diese verlaufen durch die Leistenkanäle. Da die Leistenkanäle sehr empfindliche und weniger feste Stellen des Körpers sind, besteht bei entsprechender Veranlagung oder auch aus anderen Gründen die Gefahr eines Leisten- oder Hodenbruchs.

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