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Infos

Inhaltsverzeichnis

Das Sex Wörterbuch .

Das Sex Wörterbuch erklärt alle Begriffe aus der Sexualität. Haufig trifft man im Forum auf unbekannte Begriffe. Dies soll eine kleine Hilfe sein.. praktisch ein kleines Nachschlagewerk!

A

Adamiten

Adamiten waren eine christliche Sekte in Nordafrika. Sie setzen Nacktheit mit „frei von Sünde“ gleich – da der erste Mensch, Adam, vor dem verbotenen Biss in den Apfel nackt war. Bei den Versammlungen zogen sich die Mitglieder angeblich aus und hatten Sex in Gegenwart der anderen. Heute berufen sich im Internet einige Swinger-Gruppen auf die Adamiten.

Analerotik

Eine Form von Sex, bei der der Po im Mittelpunkt steht. Hier laufen zahlreiche Nerven zusammen, daher ist er auch empfänglich für Streicheleinheiten. Übrigens: Der Anblick eines hübschen Gesäßes weckt bei Männern und Frauen archaische Instinkte.

Männern verschafft der Analverkehr auf Grund der besonderen Enge des Schließmuskels ein spezielles Vergnügen. Beim passiven Part unter Homosexuellen wird zusätzlich die Vorsteherdrüse stimuliert. Schließmuskel und Darmschleimhäute können jedoch bei starker Reibung einreißen.

In den USA steht Analverkehr in einigen Staaten unter Strafe. Liberaler ging es dagegen bei den alten Griechen zu: Aphrodite bekam dank ihres hinreißenden Hinterns sogar den Beinamen Kallipygos, „die Schönärschige“. Und im Kamasutra steht, dass die Stimulation des Rektums Männer in allerlei Hinsicht beflügelt.

Anorgasmie

Ausbleiben des sexuellen Höhepunktes. Die Anorgasmie ist die schwerste Orgasmusstörung. Bei wiederholtem oder ständigem Auftreten empfiehlt sich eine Sexualtherapie.

Ariltha

Gefährliche Form der Beschneidung: Aboriginies, die australischen Ureinwohner, schlitzten jungen Männern einige Wochen nach der Entfernung der Vorhaut den Penis auf. Dadurch spaltete sich teilweise die Harnröhre. Diese äußerst schmerzhafte Wunde brauchte mehrere Wochen, um abzuheilen. Während der Heilphase musste der Junge auf dem Rücken liegen, erhielt spezielles Essen und wurde von Frauen gepflegt. So versuchten sie, lebensbedrohliche Infektionen zu verhinden. Nach diesem Eingriff blieb der Penis erektionsfähig, war jedoch wesentlich breiter, so dass auch die Mädchen mit einem Schnitt in die Scheide behandelt werden mussten. Außerdem musste der Beschnittene sein Glied beim Urinieren, das wie bei Frauen im Hocken erfolgte, nach oben halten.

Aphrodisiaka

Aphrodisiaka sind Muntermacher für die Libido. Im Mittelalter als Hexentand verschrien, bekommen sie im Zeitalter von stressbedingten Lust- und Potenzproblemen neue Bedeutung.

Sie sind nach Aphrodite, der griechischen Göttin der Liebe benannt.

Was wirkt? Die einen fördern die Durchblutung und machen die Haut sensibler, andere spenden durch ihren konzentrierten Eiweißgehalt anregende Kraft. Wieder andere, wie zum Beispiel Cayennepfeffer und Zimt, bewirken nach dem Genuss eine leichte Irritation des Genitalbereichs, die sich als wohliges Kribbeln bemerkbar macht. Ingwer wirkt nicht nur belebend, sondern macht den Mann empfindsam und zärtlich, während er bei Frauen für erotische Höhenflüge sorgt. Das stärkste Liebesmittel findet man in Afrika: Yohimbin, aus der Wurzel des gleichnamigen Baumes, soll in Windeseile ein unzähmbares Verlangen auslösen. Da es von Buschmännern auch als Rauschmittel b enutzt wird, sollte man bei der Verwendung jedoch sparsam vorgehen.

B

Bastinade

Schläge auf die Füße

Beschneidung

Nur zehn Prozent der europäischen Männer sind beschnitten. Bei Moslems, Juden und vielen afrikanischen Völkern wird die Beschneidung bereits im Säuglings- oder Kleinkindalter vollzogen – als Zeichen der Aufnahme in die Religions- oder Stammesgemeinschaft. Viele Menschen werden heute aber auch aus hygienischen Gründen beschnitten – unter der Vorhaut können sich Ablagerungen (Smegma) sammeln, die eine Entzündung auslösen und auch Krankheiten auf die Frau übertragen können. Besonders in den USA ist die Beschneidung aus hygienischen Motiven weit verbreitet. Weltweit kann man davon ausgehen, dass jeder vierte Mann beschnitten ist.

Auch bei Frauen und Mädchen in vielen Teilen der Erde immer noch an der Tagesordnung. Geschätzte 130 Millionen Frauen in Asien, Südamerika und Afrika sind „genital amputiert“ (Quelle Unicef). In Ägypten praktizierten Extrem-Moslems sogar die so genannte Infibulation (lat. Spange). Dabei wird die Scheide nach dem Abtrennen von Kitzler und Schamlippen zusammengenäht, so dass nur eine kleine Öffnung bleibt. Zum ehelichen Verkehr wurde die Scheide dann wieder aufgetrennt. Nach abgeschlossener Gebärtätigkeit konnte der Mann seine Frau erneut zusammennähen lassen. Die Römer ließen ihre Sklavinnen vernähen. Der Grund: Sie wollten deren Arbeitskraft nicht durch eine Schwangerschaft verlieren.

Bisexualität

Die Silbe „bi“ entstammt dem Lateinischen und bedeutet „zweifach“. Bisexuelle Menschen fühlen sich zu beiden Geschlechtern hingezogen und leben ihre Sexualität sowohl mit dem eigenen als auch mit dem entgegengesetzten Geschlecht aus. Geschätzte zehn bis 20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind bisexuell orientiert. Bisexuelle Anlagen (auch AC/DC genannt – Wechselstrom) sind in fast jedem Menschen vorhanden. Besonders stark ausgeprägt sind sie jedoch bei Teenagern in der Pubertät. Durch gesellschaftlichen Druck entscheiden sich die meisten Menschen, ihre bisexuelle Neigung zu unterdrücken.

Bondage B&D

„Bondage“ ist Englisch und bedeutet so viel wie „Fesselungsmanie“. Bei dieser sexuellen Praktik wird die Erregung durch Fesselspiele und Handschellen gesteigert. Einer hat die Oberhand und darf mit dem Untergebenen alles anstellen, was er/sie will. Für den Chef besteht der Reiz darin, sich dem Willen des anderen auszuliefern. Je nach Vorliebe der Spielpartner kommen dabei Metallfesseln, Lederfesseln, Klebeband, Seile oder in der edlen Variante auch Seidentücher zum Einsatz.


Butch

„Butch“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „männlich“. Dieser Begriff bezeichnet in der Lesbenszene eine Frau, die in einer lesbischen Beziehung den männlichen Part übernimmt. Erkennungszeichen: männlich geprägte Kleidung. Ihr Gegenpart, die Frau, die die weibliche Rolle übernimmt, heißt „Femme“.

C

Cantharidin

Angeblich ein potenzsteigerndes Mittel. Besser bekannt unter dem Namen „Spanische Fliege“. Es wird aus einem Käfer gewonnen, der zu Pulver zermahlen wird. Dieses Pulver wird dann in Wasser aufgelöst und getrunken oder auf den Genitalien verrieben. Dadurch werden die Haut oder die Schleimhäute gereizt. Es kommt zu einem Brennen und Stechen in den Harnwegen, der Scheide und den Nieren. Die Durchblutung des Beckens und der Sexualorgane wird erhöht. Das Brennen und Jucken führt zu einer Erektion und zu dem Verlangen nach Geschlechtsverkehr.

Carezza

Ähnlich dem Tantra-Sex: sexuelle Praktik, bei der nicht der Orgasmus im Vordergrund steht, sondern die „Entfaltung erotischer Energien“. Der Samenerguss wird bewusst vermieden. Diese Methode soll vor allem der Vertiefung der geistigen Verbundenheit und Entspannung dienen. Doch wohl nur wenige Menschen sind zu dieser großen Selbstbeherrschung fähig. Dazu muss Mann üben, üben und nochmals üben.

Chinesische Schlittenfahrt

Eine Stellung ähnlich der Missionarsstellung, aber der Mann sitzt in der Hocke, und der Po der Frau liegt auf seinen Oberschenkeln.

Mehr Spaß beim Sex

Cicicbeo

Der „Cicibeo“ ist ein so genannter „Hausfreund“ einer verheirateten Frau. Er begleitet sie nicht nur zu gesellschaftlichen Ereignissen, sondern ist ihr auch sexuell zu Dienste. Das Wort kommt vom Italienischen „cicisbeare“ für flüstern. Diese Bezeichnung für einen Geliebten stammt aus dem Italien des 17. Jahrhunderts – damals wusste der Ehemann sogar in manchen Fällen vom „Cicibeo“ und unternahm nichts.


Cunnilingus

Auch bekannt als „französisch“. Cunnilingus ist lateinisch und setzt sich zusammen aus den Begriffen „cunnus“ für weibliche Scham, und „lingu“, für Zunge. Während der Cunnilingus für viele Menschen in Europa eine fortgeschrittene Spielart darstellt, ist sie in den USA fast so etwas wie die Einstiegsdroge zum Sex, weil sie nicht zum Verlust der Jungfernschaft führt. Damit ähnelt der Cunnilingus seinem Pendant, der Fellatio.





D

Dark-Room

Ein Dark-Room ist das Hinterzimmer einer Bar oder eines Erotik-Clubs, der absolut dunkelt ist. Hier haben die Gäste die Möglichkeit zu anonymen Sex. Ausgewählt wird der Partner „blind“ durch Ertasten.







Defloration

Deflorieren bedeutet entjungfern. Beim ersten Geschlechtsverkehr wird das Jungfernhäutchen, auch Hymen genannt, durchstoßen. Das Hymen ist eine Schleimhautfalte kurz hinter der Vaginalöffnung. Zerreißt das Häutchen, schmerzt es manchmal ein wenig, und es kann leicht bluten. Das Hymen wächst nicht wieder zu oder nach.

Die Entjungferung ist seit jeher und in allen Kulturen ein besonderes Ereignis. In patriarchischen Kulturen, zum Beispiel in vielen islamischen Ländern, wird die Ehre der Frau und der Familie mit diesem Häutchen verbunden. In Sizilien war es beispielsweise noch im letzten Jahrhundert üblich, nach einer erfolgreich vollzogenen Ehe, am Morgen das Laken mit dem Blutfleck aus dem Fenster zu hängen. Angeblich wurde dabei oft mit Tierblut (Lamm, Huhn) nachgeholfen. Im England des 18. Jahrhunderts gaben einige wohlhabende Lords viel Geld für das Recht des Ersten aus. Professionelle Organisationen belieferten die Herrschaften zeitweise mit unberührten Mädchen.

In Deutschland war die Entjungferung sogar durch ein ungeschriebenes Gesetz geregelt: Das „ius primae noctis“, das „Recht der erste Nacht“ gab dem Lehnsherr das Recht, pubertierende Mädchen als Erster zu begatten.

Demivierge

„Halbe Jungfrau“ aus den französischen Worten „demi“, halb und „vierge“ für Jungfrau. Der Begriff steht für Frauen, die schon Analverkehr hatten, aber noch keinen Vaginalverkehr. Sei es um jungfräulich in die Ehe zu gehen oder einfach, weil sie diese Praktik bevorzugen.

Drag Queen

Eine Drag Queen ist ein Mann, der in Frauenkleidern und grell geschminkt auf Veranstaltungen geht.

E

Effemination

Hat ein Mann weibliche Züge, Fettpolster an Schulter und Hüfte, eine höhere Stimme und einen Mangel an Bartwuchs, so sind das Zeichen von Effemination. Bei besonders starker Verweiblichung empfinden Männer sich selbst als Frauen – auch passive Homosexualität genannt.

Englischer Verkehr

Sex am Nachmittag wird auch „Englischer Verkehr“ genannt, in Anlehnung an die Gewohnheit der Briten, am Nachmittag ein gemütliches Tässchen Tee einzunehmen. So zeigen sich bei uns Pärchen die Briefmarkensammlung, während es in Großbritannien heißt: „Do you want to have a cup of tea“?

Eunuch

Eunuchen sind kastrierte Männer. Der Begriff kommt vom Griechischen „euné“ für Bett und „echô“ für hüten oder bewachen. In der arabischen Welt arbeiteten sie zunächst in Moscheen. Aber auch in anderen Teilen der Erde waren Eunuchen in „kirchlichem Dienst“.

Erst im Osmanischen Reich kamen Eunuchen zu ihrer bekannten Rolle als Bewacher des Sultan-Harems. Da Kastration aber im Islam verboten ist, mussten die „Männer“ aus anderen Ländern gekauft werden. Bis ins 15. Jahrhundert wurden Männer aus Georgien, Armenien oder dem Kaukasus verschleppt. Ab dem 16. Jahrhundert wurden Afrikaner gefangen genommen und kastriert. Findet dieser Eingriff vor der Pubertät statt, ist die Entwicklung der Geschlechtsorgane gehemmt, der Körperbau bleibt knabenhaft und auch die Stimme bleibt sehr hoch. Viele Eltern strebten daher für ihre Kinder eine Karriere als Sänger an. Berühmtes Beispiel: der italienische Sänger Karlos Broschi (1705-1782) – bekannt als Farinelli aus dem gleichnamigen Kinofilm.

Exhibitionismus

Exhibitionisten zeigen gerne, was sie haben: Das Gefühl, andere mit ihrer Nacktheit zu schockieren, turnt diese Menschen an. Exhibitionismus kommt vom lateinischen Wort „exhibere“ und bedeutet darbieten. Das heißt, sie zeigen gerne, wollen aber nicht angefasst werden. Kommt Frau einem Exhibitionisten zu nahe, ergreift er meist die Flucht.

F

Fellatio

Vom lateinischen Verb „fellere“ für saugen. Fellatio ist die Reizung des Penis mit dem Mund. Die Dame, die oral befriedigt, nennt man Fellatrice. Die Befriedigung der Vagina mit Lippen, Zähnen oder der Zunge heißt Cunnilingus.

Fertilität

Fertilität bezeichnet die Fruchtbarkeit von Mann und Frau. Männer sind bis ins hohe Alter zeugungsfähig, da im Hoden ständig Samenzellen produziert werden. Bei der Frau sind von Geburt an etwa 500 000 Eizellen vorhanden. Sie reduzieren sich im Laufe des Lebens, wobei durchschnittlich 450 Eizellen pro Eisprung abgehen. Zwischen 45 bis 50 Jahren endet die Fruchtbarkeit mit der Menopause.

Fisting

Oft von Sadomasochisten angewandte Technik: Beim „Fisting“ wird die ganze Hand in die Scheide oder den After eingeführt und dann (vorsichtig) zur Faust geballt.

Französischer Gang/Wand

In speziellen Lokalitäten zu findende Wand mit mehreren Löchern, wo Mann seinen Penis hindurch stecken kann, um von einem Unbekannten sexuell befriedigt zu werden

Frotteurismus

Reibt sich an einem öffentlichen Platz, zum Beispiel im Gedränge einer U-Bahn, ein Mann an einer Frau, so nennt man das „Frotteurismus“. Das Wort kommt vom Französischen „se frotter“ für sich reiben. Der „Täter“ bemüht sich dabei, den Körperkontakt als zufällig erscheinen zu lassen. Doch den meisten Frauen fällt auf, dass der Mann hinter ihnen keine Banane in der Hosentasche hat, sondern sich an ihnen befriedigt.

G

Geishakugeln

Ein uraltes Erotikspielzeug aus Japan, auch Ben-Wa-Bälle oder Orgasmuskugeln genannt. Sie werden paarweise benutzt und durch eine Schnur zusammengehalten. Die eine der beiden Geishakugeln ist etwas größer als die andere, und im Inneren der Kugeln befinden sich weitere kleinere Bälle, so dass die schwereren inneren Kugeln in der größeren hin und her rollen können. Die Kugeln werden in die Vagina geschoben, und nur das Schnurende zum Herausnehmen liegt wie ein Tamponfaden am Scheidenausgang. Das Spiel mit der Kugel soll die Beckenbodenmuskeln stärken.


Goldfisch-Sex

Ringelpiez ohne Anfassen: Die Partner haben die Hände hinter dem Rücken gefesselt. Sie haben dann Geschlechtsverkehr, ohne sich gegenseitig zu streicheln oder festzuhalten – wie Goldfische.

Gynäkophob

Eine Person, die Angst vor Frauen hat.

H

Hanky-Code

Vom englischen Wort „hanky“ für Taschentuch. Der Begriff kommt aus der Homosexuellenszene. Das Taschentuch dient dort in bestimmten Kreisen als Erkennungszeichen für die unterschiedlichen Vorlieben und Neigungen von Sasomasochisten. Generell gilt: Aktive haben das Einstecktuch in der linken Hosentasche, Passive in der rechten.

Die geläufigsten Farben:

Orange – alles geht Hellblau – Oralverkehr Rot – Fisting Oliv – Militärspiele Anthrazit – Gummifetisch Senffarben – Foodfetisch Gelb – Urin Braun – … Weiß – Anfänger Schwarz – harter Sadomasochismus Grau – Bondage Rose – Spanking Violet – Piercing Dunkelblau – Analsex


Hilfsmittel

Bei Erektionsstörungen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, „ihm“ auf die Sprünge zu helfen. An Aphrodisiaka muss man wohl vor allem glauben. Medizinisch bewiesen bei „erektiler Dysfunktion“ ist der Erfolg von Viagra. Wer lieber mechanisch nachhilft, dem sei die Vakuumpumpe oder der Erektionsring, auch Steherschlaufe genannt, empfohlen.

Wenn die Scheide nicht genug Feuchtigkeit produziert, helfen Gleitcremes – auch mit Aloe Vera. Früher wurde oft Vaseline benutzt, doch die greift Latex an – also beispielsweise Diaphragmen oder Kondome. Für Analverkehr am besten zu professionellen Mittelchen aus dem Sexshop greifen.

Hörigkeit

Menschen, die sich psychisch von anderen abhängig machen, sind diesen oft hörig. Im Bereich der Sexualität sind sie froh, wenn der Sexualpartner den Weg weist.

Männern begeben sich seltener in eine Hörigkeit als das „schwache Geschlecht“.

I

Infantilismus

Ist ein Erwachsener auf dem Entwicklungsstand eines Kindes stehen geblieben, spricht man von Infantilismus. Dabei kann der physische und/oder psychische Zustand des Menschen gemeint sein. Sexueller Infantilismus kann durch Kastration, Hoden- oder Eierstock-Fehlfunktionen oder eine mangelhafte Hormonproduktion in der Hypophyse hervorgerufen werden.

Insemination

Künstliche Befruchtung durch Übertragung von Spermazellen in die Vagina der Frau.

Intimdusche

Bei einer Intimdusche wird ein spezieller extra-schmaler Duschkopf mit Schlauch an dem herkömmlichen Gerät befestigt. Das anatomisch geformte Gerät massiert mit dem Wasserstrahl intime Bereiche des Körpers. Die Genitalien werden so möglicherweise bis zum Orgasmus stimuliert. Bei einer Analmassage sollte der Anwender darauf achten, mit der Dusche nicht den Ausgang zu versperren. Sonst wird der Enddarm aufgebläht, und es kann zu lebensgefährlichen Verletzungen kommen.

Intimschmuck

Nipple-Ringe, Penis-Kette, Intim-Clips. Die Auswahl an Intimschmuck ist mannigfaltig. Und was früher als anrüchig galt, ist mittlerweile anerkannt: Ein Ohrring war zunächst Sache der Matrosen, dann Erkennungszeichen der Homosexuellen.

Heute tragen Männer Ringe an fast allen Körperstellen: Der als „Prinz Albert“ bekannte Schmuck ist ein vertikaler Stift zwischen Harnröhre und Vorhautbändchen. Angeblich wollte Prinz Albert, der Gemahl der englischen Königin Viktoria, mit dem Ring die Vorhaut von der Eichel zurückhalten, um zu verhindern, dass sich Smegma unter dieser bilden kann.

Vom Vorhautpiercing ist im Allgemeinen abzuraten, weil der Ring oder der Stift beim Anal-, aber auch beim Vaginalverkehr leicht abreißen kann und zu Verletzungen führt.

Grundsätzlich sollte das Glied beim Anbringen von Intimschmuck erigiert sein, damit es beim Anschwellen nicht zu Schmerzen kommt.

Bei Frauen sind Bauchnabel-, Schamlippen- und Brustwarzen-Piercings die beliebtesten Varianten. Das Klitoris-Piercing ist dagegen eher gefährlich, da Nervenbahnen beschädigt werden könnten.

Wer andere verstehen lassen möchte, dass er oder sie Schmuckstücke an ungewöhnlichen Stellen trägt, zeigt dies mit dem „Ring der O“ am Finger. Aber Vorsicht: In Anlehnung an die „Geschichte der O“ ist die

J

Johannestrieb

Der so genannte „Dritte Frühling eines Mannes wird in Anlehnung an die Botanik auch oft „Johannestrieb“ genannt.

Wie an vielen alten Vätern zu sehen ist, spielt Sex für Männer im Alter durchaus eine große Rolle. Angeblich soll Hollywoodstar Walter Matthau gesagt haben, dass er erst mit über 60 Jahren besonders ausdauernde Liebesnächte und vor allem extrem intensive Orgasmen erlebte.

K

Kamasutra

Das Buch der indischen Liebeskunst ist weltweit bekannt. Der Verfasser Vatsayana beschreibt aber nicht nur 64 erotische Stellungen, sondern auch Kusstechniken und „Arten von Bissspuren“. Außerdem widmet er sich dem „Schlagen und Gebrauch wollüstiger Laute“.

Das Kamasutra teilt Männer und Frauen entsprechend der Größe ihrer Geschlechtsteile in Gruppen ein. Beim Mann sind das Hase, Stier und Hengst, bei der Frau Gazelle, Stute und Elefantenkuh. In optimaler Kombination erreichen die Paare erotischen Hochgenuss.

Klitoris

Der Begriff Klitoris kommt vom griechischen Wort „kleitoris“ für kleiner Hügel. Sie ist das Lustorgan der Frau und befindet sich als erbsengroße Erhebung in einer Hautfalte über der Scheide, zwischen den beiden Schamlippen. Die Klitoris sieht aus wie ein umgekehrtes Y, wobei ihr Großteil im Körperinneren liegt. Werden die Nerven gereizt, schwillt sie ähnlich dem männlichen Penis an, wobei sich in der Klitoris doppelt so viele Nervenfasern befinden wie im männlichen Glied. Die Stimulation der Klitoris ist für viele Frauen die einzige Möglichkeit, einen befriedigenden Orgasmus zu erleben.

Koitus interruptus

Der Penis wird vor dem Samenerguss aus der Scheide herausgezogen.

Kokotte

Begriff aus dem 19. Jahrhundert für eine vornehmere Prostituierte, abgeleitet vom französischen Wort „cocotte“ für Hühnchen.

Die Edel-Dirnen legten großen Wert auf ihr Äußeres und waren bei wohlhabenden Männern sehr beliebt. Kokotten ließen sich im Gegensatz zu Mätressen gleichzeitig von mehreren Liebhabern aushalten.










Korophilie

Heterosexueller Männer, die ausschließlich sehr junge Mädchen begehren. Häufig treten sie als Sugar-Daddy auf, das heißt, sie verführen die jungen Frauen mit Geschenken und binden sie mit Geld an sich. Auch ältere lesbische Frauen zeigen häufig eine korophile Neigung.

L

Lendengrübchen

Zwei weiche Vertiefungen neben der Wirbelsäule im Lendenwirbelbereich der Frau. Die Grübchen sind oft bei der Darstellung von nackten Frauen in der bildenden Kunst auf Gemälden oder Fotos hervorgehoben und gelten als Merkmale erotisch-weiblicher Körper.

Die Rätsel des Körpers

Libido

Nach Aussagen von Siegmund Freud ist die Libido eine spezifische sexuelle Triebkraft. Die Störung der Libido, also der Begierde nach körperlicher Liebe, hat laut Freud seelische Störungen zu Folge. Eine Libidostörung ist nicht zu verwechseln mit erektiler Dysfunktion. Bei der Erektionsstörung ist das Verlangen nach Sex vorhanden, doch der Mann kann körperlich nicht. Durch Schwangerschaft, Stress oder Krankheiten kann aber auch die Begierde verschwinden.

Lolita

Kindfrauen, die ihre weiblichen Reize an erwachsenen Männern austesten – in manchen Fällen bis hin zum Geschlechtsverkehr. Die Grenze zur Pädophilie ist dabei fließend. Vladimir Nabokov behandelte das Thema bereits 1955 in seinem umstrittenen Roman „Lolita“: Hier brennt ein etwa 45-Jähriger mit seiner 12-jährigen Stieftochter durch und beginnt eine sexuelle Beziehung mit ihr.


















Lusttropfen

Auch Sehnsuchtstropfen genannte Flüssigkeit, die beim Geschlechtsverkehr schon vor der Ejakulation aus dem Glied austritt. Vorsicht: Auch diese klare Flüssigkeit kann bereits Samen enthalten.

M

Masochismus

Masochisten brauchen die körperliche oder psychische Erniedrigung zur sexuellen Stimulanz. Demütigung und Züchtigung bereiten ihm Lust und verhelfen ihm zum Höhepunkt. Benannt nach dem Schriftsteller Leopold von Sacher-Masow (1836 – 1898) und dessen Roman „Venus im Pelz“.

Masturbation

Selbst- oder gegenseitige Befriedigung mit der Hand, abgeleitet vom lateinischen Substantiv „manus“ für Hand und „stuprum“ für Unzucht. Andere Bezeichnungen für Selbstbefriedigung sind Onanie (von der biblischen Gestalt „Onan“), Ipsation (lateinisch von ipse „selbst“) und „Wichsen“ (polieren).

Ménage à trois

Anderer Begriff für „flotter Dreier“ oder Triole, also Sex zu dritt in jeder Variation: zwei Frauen und ein Mann, zwei Männer und eine Frau (auch Sandwich genannt) oder drei Männer, drei Frauen. Besonders bei Bisexuellen beliebte Sex-Variante.

Nicht alle Beteiligten müssen dabei ständig sexuell aktiv sein, einer darf auch als Voyeur dabeistehen und erst nach einiger Zeit einsteigen.

Morgenlatte

Morgendliche Erektion, die durch den Druck der Harnblase auf die Prostata vorkommen kann. Eine andere Ursache können erotische Träume

N

Narzissmuss

Dieser Begriff bezieht sich auf die griechische Sage von Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte. Narzisstische (selbstverliebte) Menschen begrenzen ihr Verlangen auf sich selbst.

Nekrophilie

Der Begriff „Nekrophilie“ kommt vom griechischen „nekrós“ für Toter und „philía“ für Zuneigung. Dieses sexuelle Begehren von Toten ist in Deutschland strafbar.

Nymphomanie

Abgeleitet von den griechischen Naturgottheiten, den Nymphen, und „mania“ für „Wahnsinn“. Nymphomanie ist ein altertümlicher Begriff für extremen Sexualtrieb bei Frauen. Diese haben einen extrem häufigen Partnerwechsel, um ihre Lust zu befriedigen. Doch leiden mehr Frauen unter Frigidität als unter Sexsucht.

Etwa 75 Prozent der von Nymphomanie betroffenen sind Männer, dann heißt das Problem „Don-Juan-Komplex“.

O

Obszön

Unschön, anstößig, unmoralisch, schlüpfrig. Begriff für sexuelle Handlungen, die das Schamgefühl anderer Menschen absichtlich verletzten.

Onanie

Siehe Masturbation.

Oralverkehr

Sexuelle Befriedigung durch die Stimulation der Genitalien mit Mund und Zunge.

Orgasmus

Der Höhepunkt des Geschlechtsverkehrs bei Mann und Frau, gefolgt von körperlicher und geistiger Entspannung. Während des Orgasmus erreichen Atemfrequenz, Blutdruck und Puls ein Maximum. Beim Mann ist der Orgasmus durch die eintretende Ejakulation zu erkennen und dauert nur kurze Zeit. Je älter die Männer sind, desto länger braucht ihr Körper im Allgemeinen, bis er wieder zur Erektion und zu einem weiteren Orgasmus fähig ist.

Bei der Frau kommt es beim Orgasmus zu rhythmischen Kontraktionen der Scheide, der Gebärmutter sowie des Beckenbodens. Sie sind ohne größere Probleme zu multiplen Orgasmen fähig. Doch fünf Prozent aller Frauen hatten noch nie einen Orgasmus (Quelle: medicine worldwide).

Orgie

Eine Party, bei der Tabubrüche und Ausschweifungen aller Art im Vordergrund stehen, sei es Sex oder Nacktheit.

P

Pädophilie

Abgeleitet vom griechischen Wort „pais“ für Kind und „philos“ für Liebhaber. Pädophile wünschen sich, ihre sexuelle Lust mit Kindern oder Jugendlichen zu befriedigen. Pädophilie war im alten Griechenland gesellschaftlich anerkannt, ist jedoch heute verboten. In fast alle Staaten steht Sexualität mit Kindern unter Strafe. Im Strafgesetzbuch steht: „Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter 14 Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minderschweren Fällen mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Penisfraktur

Als Penisfraktur oder Penisbruch wird ein Einreißen der Schwellkörper des Penis oder der sie umgebenden Membran bezeichnet. Zur Fraktur kommt es durch plötzliches, gewaltsames Abknicken des erigierten männlichen Gliedes bei heftigem Geschlechtsverkehr oder unvorsichtiger Selbstbefriedigung. Der Penis wird sofort blau und schwillt stark an. Bis der Arzt eintrifft, sollte man ihn mit den Händen für 15 bis 30 Minuten zusammenpressen und mit einer Eispackung kühlen.

Pornographie

Begriff aus dem Griechischen für „Darstellung von Huren“. Heute bezeichnet Pornographie die Beschreibung von Geschlechtsteilen und Sex in Literatur, bildender Kunst, Film und elektronischen Medien in Wort und Bild. Jedem Erwachsenen ist der „Genuss“ von Pornographie selbst überlassen. Wenn es sich aber um Gewalttätigkeiten, den sexuellen Missbrauch von Kindern oder sexuelle Handlungen von Menschen mit Tieren handelt, ist der Besitz strafbar.

Phimose

Ein anderes Wort für Vorhautverengung ist Phimose. Dabei ist die Vorhaut des Penis entweder mit der Eichel fest verklebt oder weist eine ringförmige Vernarbung auf und lässt sich nicht über die Eichel zurückschieben. Kommt es zur Erektion, spannt sich die Vorhaut angesichts der schwellenden Eichel und beginnt unangenehm zu schmerzen. Dann kann nur eine Beschneidung helfen.

Potenz

Vom lateinischen Wort „potens“ für mächtig. Die Potenz bezeichnet die sexuelle Leistungsfähigkeit und Zeugungsfähigkeit des Mannes.

Welcher Sex-Typ sind Sie?

Priapismus

Benannt nach Priapos aus der griechischen Mythologie, dem Sohn von Aphrodite und Dionysos. Priapos wurde in den antiken Darstellungen stets mit sehr großem Penis gezeigt. Priapismus bezeichnet eine krankhafte und schmerzhafte Dauererektion des Penis ohne sexuelle Erregung.

Ursachen für Priapismus können Rückenmarkserkrankungen, Blei- oder Kohlenmonoxydvergiftungen oder Nikotin- und Alkoholmissbrauch sein.















R

Russisch Roulette

Ungeschützter Verkehr. Sowohl wegen Schwangerschaft, aber auch wegen Ansteckungsgefahr mit sexuellen Krankheiten sehr gefährlich!














S

Sadismus

Sadisten erhalten ihre sexuelle Befriedigung dadurch, dass sie andere seelisch und/oder körperlich demütigen und quälen. (siehe Masochismus). Der Begriff geht auf den französischen Schriftsteller François Marquis de Sade (1740 – 1814) zurück. Er verfasste zahlreiche psychologisch aufklärende Romane mit obszönem Inhalt.

Scheidenkrampf

Auch als Vaginismus bekanntes krampfartiges Zusammenziehen der Scheidenmuskulatur unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr. Ursache sind oft schlechte Erfahrung dem Partner oder zu große Erwartungen.

Schnackseln

Süddeutsch und Österreichisch für Geschlechtsverkehr

Smegma

Medizinische Bezeichnung für eine weißliche Substanz, die von den Talgdrüsen der Haut abgesondert wird. Diese sammelt sich bei mangelnder Hygiene unter der Vorhaut des Penis an. Smegma kann Peniskrebs auslösen.

Stellungen

Für exotische Stellungen ist ein Studium des Kamasutra hilfreich. Allgemein bekannte Stellungen:

„Missionarisch“ (auch Bambi-Sex): Sie liegt mit gespreizten Beinen auf dem Rücken, er liegt oben und stützt sich auf Knien und Ellbogen ab. Geeignet für Koitus Interruptus.

Rittlings: Der Mann liegt auf dem Rücken, und sie sitzt auf ihm und wendet ihm entweder Gesicht oder Rücken zu. Dabei hat sie die Kontrolle wie schnell und tief der Verkehr abläuft.

„Französisch“, auch „69“ genannt: Er liegt auf dem Rücken und sie bäuchlings auf ihm, so dass die Partner sich gegenseitig oral stimulieren.

„A tergo“ auch „Doggy-Style“ genannt: Bei der ältesten bekannten Sexstellung penetriert er sie von hinten, aber nicht zwingend anal. Dies kann in Löffelchen-Stellung geschehen oder auch wenn sie sich auf Knie und Ellbogen stützt und ihm den Rücken zukehrt und er hinter ihr kniet.

Sodomie

Geschlechtsverkehr von Menschen mit Tieren. In der Bundesrepublik Deutschland seit 1969, in Österreich seit 1971, in der Schweiz schon länger nicht mehr strafbar. Auf Französisch bedeutet Sodomie auch Analverkehr oder Analsex.









Swingen

Vom englischen Wort „to swing“ für schwingen. Gemeint ist paarweiser Partnertausch. Paare gehen gemeinsam in spezielle Clubs oder auf Swinger-Partys und schließen sich dort zum „flotten Dreier“ (siehe „Ménage à trois“) zusammen oder wechseln einfach mal durch.

Syphilis

Auch als „Lues“ bekannte, meldepflichtige Geschlechtskrankheit, die chronisch verläuft und zum Tod führen kann. Zehn bis 90 Tage nach Eintritt des Bakteriums entsteht ein schmerzloses Knötchen, das als harter Schanker bezeichnet wird. Bildet es sich in der Vagina oder im Rektum, bleibt es oft unbemerkt. Es heilt von selbst ab, doch der Erreger breitet sich nun in der Blutbahn aus. Nach einigen Wochen kann es zu Fieber, Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Haut- und Schleimhautausschlägen und Haarausfall kommen. Nach zwei bis drei Jahren kommt es zu Veränderungen an Haut, Knochen und inneren Organen. Unbehandelt oder bei zu spät einsetzender Therapie mit Penicillin kann es zu schweren Schädigungen des Gehirns und zum Tod kommen.

T

Tantra

Ähnlich dem Kamasutra ist auch das Tantra eine altindische Liebeslehre. Im Tantra kommen die Partner fast ohne Bewegung aus. Anders als Christen oder Moslems sieht die auf Buddhismus und Hinduismus gründende Tantra-Lehre im Sex eine zentrale Möglichkeit, um der göttlichen Energie näher zu kommen.











Transvestismus

Von Lateinischen „trans“ für hinüber und „vestis“ für Bekleidung abgeleitet. Ein Mann oder eine Frau, die den Drang verspüren, sich wie das andere Geschlecht zu kleiden (auch „Cross-Dressing“ genannt). In der Regel ist damit eine sexuelle Erregung verbunden oder wird dadurch ausgelöst. Natürlich sind Transvestiten nicht automatisch schwul oder lesbisch. Im Gegensatz zu Transsexuellen wollen Transvestiten ihr körperliches Geschlecht nicht ändern.

Thailändisch

Auch Thai-Massage genannt. Die Frau massiert den Körper des Mannes mit ihrem Körper.

Von Ayurveda bis Vapozon

Tripper, Gonorrhoe

Durch Bakterien hervorgerufene Geschlechtskrankheit. Neben der Bezeichnung Gonorrhoe, die aus dem Griechischen stammt und „Samenfluss“ bedeutet, ist die Bezeichnung Tripper gebräuchlich, die von dem niederdeutschen „drippen“ für tropfen abgeleitet ist. Beide Bezeichnungen deuten auf charakteristische Symptome hin: Ausfluss aus der Harnröhre oder der Scheide.

Beim Mann kommt es bereits einen bis drei Tage nach der Ansteckung zu einer Rötung und Schwellung der Harnröhrenmündung mit Brennen beim Wasserlassen sowie einem anfangs wässrigen, später schleimig-eitrigen Ausfluss. Unbehandelt kann sich die Infektion weiter ausbreiten. Bei weiterem Krankheitsverlauf besteht die Gefahr einer späteren Unfruchtbarkeit.

Bei der Frau verläuft die Gonorrhoe häufig wesentlich milder und wird daher oft nicht bemerkt und auch nicht behandelt. Die Folge davon ist dann eine chronische Gonorrhoe. Manchmal kommt es zu einer aufsteigenden Entzündung der Gebärmutter, der Eileiter und Eierstöcke, mit Fieber, Unterbauchbeschwerden, Ausfluss und Schmierblutungen.

Falsch oder nicht behandelt, kommt es in schweren Fällen zu Gehirnhaut- und Herzmuskelentzündung.

U

Untreue

Treue ist die Fähigkeit, sich an einen Partner exklusiv zu binden, sexuell und moralisch. Untreue besteht also nur, wenn vorher eine Abmachung getroffen wurde. In unserem Kulturkreis war eine derartige Abmachung zum Beispiel die Verlobung und die darauf folgende Ehe. Heute gilt auch ein außereheliches Treue-Versprechen – das meist einem Liebesschwur gleichkommt. Rund 40 Prozent aller Frauen und 46 Prozent aller Männer gehen fremd, und wahrscheinlich hatte jede und jeder von ihnen ewige Treue geschworen.

Uterus

Im Uterus (Gebärmutter) wächst ein befruchtetes Ei der Frau zum Baby heran. Die Form ähnelt einer auf dem Kopf stehenden Birne mit zwei Ausläufern am oberen Ende, den Eileitern. Durch diese ist die Gebärmutter mit den Eierstöcken verbunden. Am unteren Ende bildet das Muskelgewebe des Uterus eine Verengung, den Gebärmutterhals, dessen kleine Öffnung als Muttermund in die Scheide ragt. Durch ihn gelangen die Samen aus der Scheide in die Gebärmutter. Allerdings nur während einer kurzen Phase um den Eisprung herum. Ansonsten ist der Muttermund versiegelt.

V

Vagina

Die Vagina (Scheide) verbindet die äußeren Geschlechtsorgane mit dem Uterus (Gebärmutter). Die Scheide ist ein acht bis zehn Zentimeter langer muskulöser Schlauch, der vom Muttermund bis zur Vulva-Öffnung reicht. Durch ihn läuft die Menstruationsflüssigkeit ab. Beim Geschlechtsverkehr nimmt die Vagina den Penis auf und umschließt ihn eng. Bei der Geburt weitet sie sich aus und bildet den Geburtskanal.

Die Zellen an der Scheideninnenseite sorgen für Reinigung und produzieren bei sexueller Erregung ein natürliches Gleitmittel. Beim Orgasmus sondern die Drüsen der Harnleiter ein Sekret ab, das als weibliche Ejakulation bezeichnet wird. Das Gleichgewicht der Scheidenflora kann durch Antibiotika, falsche Ernährung oder Intimsprays gestört werden.

Verhütung

Einerseits dienen Verhütungsmittel der Vermeidung unerwünschter Schwangerschaft, andererseits der Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten.

Die gewagteste Methode der Empfängnisverhütung ist der „Coitus Interruptus“, also Vermeidung des Samenergusses durch vorzeitige Beendigung des Geschlechtsverkehrs. Dabei wird oft der so genannte „Sehnsuchtstropfen“ vergessen, der bereits Samen enthalten kann.

Ebenfalls nicht besonders sicher ist die Bestimmung der fruchtbaren Tage: Mittels Menstruationskalender, Temperaturmessung und Anlegen einer Basal-Temperaturkurve, Speichel- oder Muttermundschleimtest sowie Urin-Test kann der Zeitpunkt des Eisprungs bestimmt werden. Doch Faktoren wie Stress und Alkohol können die Daten durcheinander bringen.

Die Anti-Baby-Pille zählt zu den sichersten Methoden. Sie greift in den Zyklus ein, indem sie der Frau täglich eine kleine Menge Gestagen zuführt – ein künstliches Gelbkörperhormon, das dem Körper vorspielt, der Eisprung sei schon geschehen. Folglich finden keine Follikelreifungen mehr statt, der Eisprung bleibt aus. Die gleichzeitige Gabe von künstlichem Östrogen führt zum Aufbau einer sehr dünnen Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle, die eine Einnistung der Eizelle verhindert.

Auch die Kupferspirale ist eine sehr sichere Variante, doch nicht jede Frau verträgt die Spirale. Das kupferummantelte Pessar wird in die Gebärmutter eingeführt und bleibt dort. Der Fremdkörper im Uterus vermeidet die Empfängnis, weil er für einen beschleunigten Eitransport durch die Eileiter sorgt. Zudem schafft das Kupfer eine spermienabtötende Atmosphäre.

Ein sicheres, wenn auch umständliches mechanisches Verhütungsmittel ist das Diaphragma, eine Latexscheibe, die den oberen Teil der Scheide inklusive Muttermund zwischen Schambein und hinterem Scheidengewölbe wie eine Trennwand abdichtet.

Das Überstülpen des Kondoms ist zwar auch eine Unterbrechung des Liebesspiels, aber unschlagbar als Schutz vor Ansteckung mit Hepatitis oder Aids. Bei ordnungsgemäßer Anwendung bietet es ausreichende Sicherheit vor ungewollten Schwangerschaften.

Hundertprozentigen Schutz vor Schwangerschaft, bringt die Sterilisation der Frau durch Unterbrechung der Eileiter. Im Gegensatz zur Sterilisation des Mannes, denn diese ist wieder rückgängig zu machen, oder die Samenleiter wachsen von allein wieder zusammen.

Voyeurismus

Meist Männer, die heimlich, mit einem Fernglas oder aus einem Versteck heraus, fremde Frauen beobachten. Der Voyeur sieht den Frauen beim Ausziehen oder beim Sex zu. Meist befriedigt sich der Spanner dabei selbst.

W

Wiener Auster

Die Frau liegt bei dieser eher unbequemen Stellung auf dem Rücken und streckt ihre Beine Richtung Kopf. Der Mann legt sich auf die Frau und kann so sehr tief in sie eindringen. Er verspürt einen verstärkten Druck auf seinen Penis.



X

X-Chromosom

Das X-Chromosom ist ein Gonosom, also ein Geschlechtschromosom. Das X- und das kleinere Y-Chromosom bestimmen das Geschlecht eines Menschen: ein X- und ein Y-Chromosom als Paar für männlich, zwei X-Chromosomen für weiblich. Auf den Chromosomen liegen die Erbanlagen (Gene) eines Lebewesens. Die Anzahl von Chromosomen ist artspezifisch. Der Mensch hat 46 Chromosomen, die paarweise angeordnet sind.

X-Rated

Mit „X-Rated“ werden Filme gekennzeichnet, die sexuelle Szenen en détail zeigen – mit nur geringem Handlungsanteil – kurz Pornos. Die Ratifizierung „G“ steht für „General Audiences“, ist also für jedermann geeignet. „PG“ ist die Abkürzung für „Parental Guidance“ und bedeutet, dass Kinder den Film nur mit elterlicher Aufsicht sehen dürfen. „PG-13“ heißt, dass Zuchauer ab 13 Jahre den Film alleine sehen dürfen. „R“ bedeutet „Restricted“ und lässt meist erst Zuschauer ab 17 oder 18 Jahren zu. Die inoffizielle Version „XXX“, ist eine Erfindung der Porno-Industrie, um ihren Produkten einen besonderen „Wert“ zu verleihen.

Y

Yin-Yang

In der chinesischen Philosophie sind „Yin-Yang“ die Polaritäten, die sich ergänzen, bekämpfen oder zerstören. Yin ist die dunkle ruhende weibliche Kraft und steht zum Beispiel für Erde, Mond, Wasser, Schönheit und Nachgiebigkeit.

Yang ist der helle, bewegliche, männliche Geist und steht für den Himmel, die Sonne, das Feuer und die Stärke. Zwischen den beiden Polen gilt es, einen Ausgleich herzustellen.

Yin-Yang beeinflusste auch sehr stark die Sexualität im alten China. Beim Orgasmus strömen Körpersäfte, die als gesundheitsfördernd angesehen wurden. So sollte der Mann im Idealfall bei vielen Frauen Yin sammeln – was häufiges Fremdgehen rechtfertigte. Sein Yang sollte er jedoch nicht verschwenden, sondern für seine Ehefrau aufheben. Daher erlernten viele besondere Liebestechniken und Stellungen, die langen Sex ohne Orgasmus ermöglichten.


Z

Zölibat

Die Pflicht der römisch-katholischen Geistlichen sowie von Mönchen und Nonnen, auf Sex und Ehe zu verzichten heißt „Zölibat“. Der Begriff kommt vom lateinischen Substantiv „caelibatus“ für Ehelosigkeit. Die Regel ist nicht klar in der Bibel formuliert, hat aber ihre Ursprünge in der Ehelosigkeit von Jesus. Erst 1139 wurde sie für alle Geistlichen Pflicht. Diesen Beschluss bekräftigte das zweite Vatikanische Konzil im Jahre 1965 nochmals.

Bei Männern sind aus medizinischer Sicht keine Folgen zu erkennen. Nonnen erkranken dagegen seltener an Gebärmutterhalskrebs als der Durchschnitt.

Zwitter

Ein Mensch mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen beziehungsweise -organen, wird „Zwitter“ genannt. Die medizinische Bezeichnung ist „Hermaphrodit“. Ursache kann ein Gendefekt oder eine Mutation sein. Durch eine Operation und zusätzliche Hormone können Zwitter behandelt werden.

Zoophilie/Sodomie

Der Begriff „Zoophilie“ kommt vom griechischen Wort „zoon“ für Tier und „philein“ für lieben. Es ist das moderne Wort für „Sodomie“ und bezeichnet Sex mit Tieren. Das Christentum und das Judentum verurteilen „Zoophilie“. Der Talmud verbietet Witwen sogar den Besitz von kleinen Hunden, weil man befürchtete, dass sie diese sexuell missbrauchen könnten.

In der griechischen Antike symbolisierten Tiere das Göttliche. So gelangte der Gott Zeus in Gestalt eines Schwans zwischen die Schenkel der betörten Leda. Und die schöne Europa begattete der umtriebige Gott sogar als Stier.

Sodomie gefährlich, weil die Anatomie der Geschlechtsorgane von Tier und Mensch nicht aufeinander abgestimmt sind und außerdem Krankheiten übertragen werden können.

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